Rückblick - Iran - Ein Land so nah und doch so fern.

IRAN Lesung (c) by Maggy
IRAN Lesung
10. Sep 2018
Magdalena Gronostaj
Eingebettet in eine Bildershow und aufgelockert durch iranische Musik und persische Gedichte aus verschiedenen Jahrhunderten ging es darum, Einblicke in ein für uns fremdartig anmutendes Land zu gewinnen.
Außer informativen Hinweisen auf die geographisch politische Lage des Landes, die Sprache und Geschichte wurde zunächst die traditionelle persische Literatur mit einem Märchen aus 1001 Nacht und Gedichten des Dichters Hafis aufgegriffen.
Zu Wort kamen die drei Problemfelder der aktuellen Realität des Landes:
die Religionsproblematik, die Frauenproblematik und die Rechtsprechung. Diese Bereiche wurden an einigen Beispielen aus der Gegenwart erläutert (die Fatwa gegen Salman Rushdie, die Ausladung von Daniel Barenboim), erinnert wurde an den autobiographischen Roman "Nicht ohne meine Tochter", und an das Schicksal des Lehrers Samad Behrangi, der mit seinem Märchen "der kleine schwarze Fisch" sein Leben gefährdete wie auch die Geschwister Forugh und ihr Bruder Fereidhun Farokhzad, deren Gedichte und Lieder zu Gehör kamen. Die politische Situation des Landes und die besondere Rolle der Iranerinnen wurde von der iranischen Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi beleuchtet.
Anhand der Bilder der 2015 aus dem Iran zu uns geflüchteten Iranerin, der Künstlerin Parisa Lotfi und ihres Ehemannes, konnte über die Literatur hinaus auch ein Blick auf das konkrete persönliche Schicksal Betroffener geworfen werden. 
 
Text: Gertrud Elsenbruch
 

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